Die Linksfraktion fordert eine rasche und umfassende Aufklärung zu angeprangerten Missständen im Kasseler Klinikum und daraus resultierenden Vorwürfen gegen die Leitung des städtischen Krankenhauses. Nur durch eine systematische Aufarbeitung kann Vertrauen von Patient:innen, Angehörigen und Beschäftigten in das Klinikum und seine Verantwortlichen erhalten bzw. wiederhergestellt werden.
Kai Boeddinghaus, ehemaliger Stadtrat der Linken: „Die Stadt trägt wesentlich zur Finanzierung des Klinikums bei. Für die Kasseler Bürger:innen ist es wichtig, darauf vertrauen zu können, dass sie und ihre Angehörigen im städtischen Krankenhaus gut versorgt werden. Ebenso wichtig sind gute und sichere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Mögliche Missstände müssen angesprochen werden können – ohne Angst vor Repression oder anderen Konsequenzen.“
Jule Heike Michel, Mitglied der Linksfraktion Kassel: „Die in einem anonymen Schreiben erhobenen Vorwürfe über die Zustände am Klinikum Kassel müssen ernst genommen und aufgeklärt werden. Für uns ist dieser Vorgang Anlass, das Klinikum nicht nur auf einzelne mögliche Missstände hin zu betrachten, sondern mit einer systemischen Brille: Gute Qualität im Krankenhaus braucht vor allem gute Arbeitsbedingungen und ausreichend Personal, eine verlässliche Finanzierung, demokratische Kontrolle und eine öffentliche beziehungsweise gemeinnützige Trägerschaft.“
Vor diesem Hintergrund fordert die Linksfraktion eine rasche und transparente Aufklärung der vorliegenden Vorwürfe und möglichen Zusammenhänge. Dafür wird eine Sondersitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend, Gesundheit und Gleichstellung zusammen mit dem Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen beantragt.
Bild von Sasin Tipchai auf Pixabay

