Auch in Kassel sollen Kinder in Schulen und KiTas kostenlos essen können

Kinder aus Schweden waren erstaunt, dass Schüler*innen in Kassel ihr Essen in der Mensa selbst bezahlen müssen. Mit Recht. Der europäische „School Meals EU Report“ zeigt, dass Schulessen ein wirksames Mittel ist, damit öffentliche Ausgaben wirklich direkt den Kindern zugute kommen. Schulspeisungsprogramme können Fehlernährung und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf Gesundheit und kognitive Entwicklung reduzieren. In einer ganzen Reihe europäischer Länder muss deshalb die Schulverpflegung nicht bezahlt werden. Die Kosten trägt die öffentliche Hand.

Sabine Leidig dazu: „Die Linksfraktion Kassel hat schon zum Doppelhaushalt 2025/26 beantragt, dass Schulen und KiTas die Möglichkeit bekommen sollen, ein kostenloses gesundes Mittagessen anzubieten. Eltern können nach Selbsteinschätzung einen finanziellen Beitrag dazu leisten und die Stadt muss die Finanzierung absichern. Acht Millionen Euro sollen dafür bereitgestellt werden – ein überschaubarer Betrag.
Diese Forderung steht bei uns in den anstehenden Sondierungsgesprächen ganz weit oben.“

Stephanie Schury meint: „Der jüngste Kindergesundheitsbericht für Kassel zeigt, dass Armut schon für die Kleinsten ein echtes Gesundheitsrisiko ist. Hier wollen wir wirksam gegensteuern. Alle KiTa-Kinder und Schüler*innen sollen regelmäßig gemeinsam etwas Gutes zu essen bekommen – ohne umständliche Antragstellung und Prüfung. Das wäre auch ein sozialer Beitrag zum Bürokratieabbau.“

Myriam Kaskel vom Kreisvorstand der Linken Kassel ergänzt: „Auch für Eltern, die gerade über der Grenze für die Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket sind, wäre das kostenlose Essen in Schulen und KiTas eine echte Erleichterung. Die Lebensmittel sind so teuer geworden, und die Gebühren für die Verpflegung der Kinder wurden zusätzlich erhöht. Da wird es eng in der Haushaltskasse vieler Familien.“

https://www.vdskc.de/schulessen-in-der-eu/

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