Die neuen Investoren-Pläne für das Gelände bedeuten eine Ausweitung der Panzer-Industrie.
Außerdem kommt dann auch ein massiver Anstieg an Verkehr in ganz Rothenditmold.
Insbesondere vor dem Hospiz vom Heilhaus bringt eine neue LKW-Einfahrt viel mehr Lärm.
Wir verlieren auch viel Raum, der aktuell Künstler:innen, Kindern und Jugendlichen zur Verfügung steht.
Aber noch ist der dafür nötige Bebauungsplan nicht beschlossen!
In der Stadtverordnetenversammlung hat der aktuelle Plan von Grünen, CDU und FDP keine stabile Mehrheit.
Wenn wir viel Druck aufbauen, können sie ihre Pläne nicht einfach so durchziehen und müssen ihn ändern.
Bis einschließlich diesen Freitag (2. Oktober) könnt ihr alle dafür eine Stellungnahme einreichen!
Wir wollen, dass das historische Gelände den Menschen in Rothenditmold und der ganzen Stadt zugutekommt:
- mit bezahlbarem Wohnraum,
- Grünflächen,
- Kultur,
- sozialer Infrastruktur und
- lokalem Gewerbe
– statt mit zusätzlichen Flächen für die Rüstungsindustrie, mehr Lärm und mehr LKW-Verkehr.
Es dauert nur eine Minute:
1. Mit einem Klick auf diesen Link könnt ihr eine Muster-Stellungnahme in eurem Mail-Programm öffnen (oder hier ganz unten kopieren falls das nicht klappt),
2. unten euren Namen & Adresse eintragen
3. und einfach absenden!
Ergänzt oder ändert dabei natürlich, was euch an den Plänen persönlich betrifft oder stört.
Am besten mit Forderungen nach konkreten Veränderungen.
Falls ihr eure Mail lieber komplett selber formulieren wollt:
Gebt am besten euren Namen an und nennt den Bebauungsplan V/20 „Henschel-Areal“.
📧 An: bauleitplanung@kassel.de
⏰ Einsendeschluss: 2. Oktober 2026
🔗 Unterlagen zum Bebauungsplan: https://www.kassel.de/bebauungsplanverfahren
Das Henschel-Areal muss dem Stadtteil dienen – nicht der Aufrüstung!
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Mailvorlage zum Kopieren:
BCC: info@linksfraktion-kassel.de
Betreff: Stellungnahme zum Bebauungsplan V/20 “Henschel-Areal”
Guten Tag,
hiermit nehme ich zum Entwurf des Bebauungsplans V/20 für das Henschel-Areal in Rothenditmold Stellung.
Mir machen vor allem diese Punkte Sorgen:
Der Bebauungsplan schließt Nutzungen durch die Rüstungsindustrie bislang nicht aus. Gegenüber dem Ortsbeirat Rothenditmold hat der Panzerbauer KNDS bereits angekündigt, auf dem Gelände Verwaltungsgebäude, ein Mitarbeitenden-Parkhaus und eine Betriebs-Kantine einrichten zu wollen. Dafür werden von KNDS und Rheinmetall bereits Messungen in vielen der Gewerbe-Hallen durchgeführt. Diese Ausweitung der Rüstungsindustrie schafft auf deren bisherigen Betriebsgelände Platz für noch mehr Panzer-Produktion. Ich möchte nicht, dass sich die Rüstungsindustrie weiter in der Nähe unserer Wohngebiete ausdehnt. Die Ausweitung der Rüstungsindustrie erhöht für alle Anwohner*innen, aber am Ende ganz Kassel das Risiko von weitreichenden Schäden durch Krieg und Sabotagen, wie uns die Bombennacht 1943 gezeigt hat. Diese Nutzung stellt also eine „erhebliche Belästigung“ dar, die in einem Gewerbegebiet nicht zulässig ist. Bereits bislang sind Bordelle und Tankstellen für das Henschelareal ausgeschlossen. Ich fordere daher, auch die Nutzung durch die Rüstungsindustrie in den schriftlichen Festsetzung bei 1.1. unter „Zulässigkeiten von Nutzungsarten“ sowie beim Urbanen Mischgebiet mit diesen Sätzen auszuschließen:
„Betriebe, die entweder Güter nach Kriegswaffenkontrollgesetz produzieren oder überwiegend für solche Betriebe Vorprodukte oder Dienstleistungen zuliefern, sind allgemein unzulässig. Sie stellen durch erhöhte Kriegs- und Sabotage-Risiken für die umliegende Wohn-Nutzung eine erhebliche Belästigung nach §8 Abs. 1 BauNVO dar und sind daher von der Nutzung des Plangebiets auszuschließen. Dieser Ausschluss betrifft auch Verwaltungs-, Lager- und sonstige Nebengebäude von Betrieben dieser Nutzungsart, da diese in ähnlichem Ausmaß wie Produktionsgebäude das Ziel von Angriffen sein können.“
Zusätzlich führt dieser Bebauungsplan laut Verkehrsgutachten zu deutlich mehr Auto- und LKW-Verkehr in der Brandau- und der Wolfhager Straße. Die Bestands-Nutzungen (Wohnen, Hospiz, Medizinisches Versorgungszentrum) werden durch den zunehmenden Lärm und die steigende Luftschadstoff-Belastung belästigt. Entlang der Wolfhager Straße zwischen Mombachstraße und Philippistraße wohnen heute bereits 488 Betroffene von zu viel Stickoxid-Gift (s. Seite 56 Umweltgerechtigkeits-Zwischenbericht Kassel). Das dem Bebauungsplan zugrunde liegende Verkehrsgutachten berücksichtigt außerdem nicht die Auswirkungen einer von KNDS bereits angedachten dritten Schicht mit entsprechend mehr Verkehr und Lärm in der Nacht. Ich fordere daher diese Änderungen in der schriftlichen Festsetzung zum eingeschränkten Gewerbegebiet:
„Gewerbebetriebe mit Auswirkungen zwischen 21 und 7 Uhr durch nächtlichen Ladeverkehr, Schichtwechsel und offenen Güterumschlagsplätzen und ähnliche Nutzungen sind im GE(e) ausgeschlossen.“
Die LKW-Zufahrt mit viel mehr Lärm direkt beim Heilhaus-Hospiz darf so nicht kommen. Das Verkehrskonzept muss neu geplant werden. Dabei sollte eine verbesserte Anbindung des Henschelareals an den öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr im Bebauungsplan vorgesehen werden, um den schädlichen Auto-Verkehr zu begrenzen.
Rothenditmold ist aufgrund seiner zentralen Lage ideal für zusätzlichen Wohnraum. Hier braucht es insbesondere nach dem Verlust vom Skatepark Mr. Wilson mehr soziale Infrastruktur statt noch mehr Gewerbeflächen. Dabei sollten die bestehenden Nutzungen von Kunst, Handwerk & Kleingewerbe erhalten bleiben. Im ersten Bebauungsplan-Entwurf waren für eine Ausweitung städtebaulich verträglicher Nutzungen noch mehr Flächen für „Urbanes Mischgebiet“ statt „Gewerbegebiet“ vorgesehen. Im Urbanen Mischgebiet gelten höhere Anforderungen für Lärm & Co. Ich fordere, dass die Flächen MU 5.2 und MU1 wieder so groß geplant werden, wie es im Vor-Entwurf der Fall war. Ich rege die Einrichtung einer Milieuschutzsatzung für die Hammerschmiede an, um die dortige Nutzung durch Künstler*innen zu erhalten.
Im Bebauungsplan sind mehr Gemeinschafts-Flächen als soziale Austauschräume ohne Konsumzwang vorzusehen. Dafür sind auf der überwiegenden „öffentlichen Straßenverkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung“ mehr Entsiegelung durch Grünflächen und Bäume mit Schatten vorzusehen.
Bitte geben Sie mir eine Rückmeldung per Mail, wie Sie meine Einwände bei der Anpassung der Planungen berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen
[Name und am besten auch Adresse]

