Unbürokratische Übernahme der Nebenkostennachzahlungen für Transferleistungs- BezieherInnen

Für eine unbürokratische Übernahme der Nebenkostennachzahlungen für Transferleistungs – BezieherInnen setzt sich die Kasseler Linke.ASG anlässlich der Jahresabrechnung im Brückenhof ein. Dort sind hunderte von BewohnerInnen von Nachforderungen zwischen 50 und mehreren hundert Euro betroffen. „Es könne nicht angehen, dass MieterInnen in schlecht isolierten Wohnungen mit einem veralteten Heizungssystem nun alle einzeln und individuell um die Übernahme dieser Kosten kämpfen müssten“ meint OB Kandidat Kai Boeddinghaus.

Mit den Jahresabrechnungen der Heizkosten zeigen sich erst die real entstandenen Kosten. Diese Nachzahlungen zählen zu den angemessenen Heizkosten und von der AFK übernommen werden. Dies gelte natürlich nicht nur für die MieterInnen im Brückenhof. Für die aktuelle Situation dort fordert die Kasseler Linke.ASG die AFK und den Magistrat auf, bei einem Ortstermin dem hohen Klärungsbedarf im direkten Gespräch mit den MieterInnen gerecht zu werden. Bei Ablehnung der Kostenübernahme muss den Betroffenen im Einzelnen erläutert werden, warum ihre Kosten als nicht angemessen gelten. Doch auch GeringverdienerInnen ohne Alg II – Anspruch sitzen in der Nachzahlungsfalle. Hier muss über eine großzügige Regelung beim Zahlungszeitraum nachgedacht werden und Ratenzahlungen möglich gemacht werden. Unsinnig sei es, wegen eines langen Winters gleich die Vorauszahlungen drastisch anzuheben. Unterstützenswert findet Kai Boeddinghaus die Forderung nach einer Generalüberholung der Häuser zur zukünftigen Senkung der Heizkosten. Die GWH habe in den letzten Jahrzehnten durchaus sinnvolle Investitionen im Bereich der Gestaltung des Wohnumfelds getätigt. Dabei sei leider die nötige energetische Sanierung auf der Strecke geblieben.